Palmboschen – Schutz und Zeichen der Hoffnung für Bewohner im Gulielminetti-Seniorenheim Marktoberdorf
Marktoberdorf – Auch in diesem Jahr wurde im Gulielminetti-Seniorenheim zu Beginn der Karwoche eine liebgewonnene Tradition fortgeführt: die Verteilung der geweihten Palmboschen an die Bewohnerinnen und Bewohner sowie an die Mitarbeitenden des Hauses.
Die kunstvoll gebundenen Palmboschen bestehen aus sieben verschiedenen Zweigen, die jeweils eine besondere symbolische Bedeutung tragen: Buchsbaum steht für das ewige Leben, Weide für Hoffnung und Auferstehung, Wacholder für Schutz und Reinigung, Eibe für Beständigkeit und Unsterblichkeit, Stechpalme für Kraft in schwierigen Zeiten, Thuja als Lebensbaum für den Schutz des Hauses und Efeu für Treue und Beständigkeit. Diese Wünsche möchten die Initiatoren allen Seniorinnen und Senioren sowie dem gesamten Team des Hauses jedes Jahr mit auf den Weg geben.
Seit dem Jahr 2014 werden die Palmboschen mit viel Hingabe von Enkelin Emilia, Enkel Matheo und ihrer Oma gebunden. „Wir pflegen im Gulielminetti Haus diesen Allgäuer Brauch“, betont Einrichtungsleitung Renate Dauner. Traditionell werden die Zweige aus immergrünen Zweigen gebunden. Häufig steht dabei die Zahl sieben oder neun im Mittelpunkt, die als sakrale Zahlen gelten. Die Palmboschen sollen an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnern. „Nach der Segnung in der Kirche am Palmsonntag finden die Boschen ihren Platz im Herrgottswinkel, an der Haustür oder vor dem Haus und sollen Schutz vor Krankheiten und Unwetter bieten“, erklärt Claudia Schien, Leitung der sozialen Betreuung.
